Die folgenden Videos entstanden im Rahmen unseres Vlogs, zum Hundeleben mit unserem Vizsla Rüden, King Aragon, noch vor meiner Trainerausbildung.

Wir zeigen Ausschnitte aus serer ilnahme in der Hundeschule Berghof, bei Erika Howald.

Junghundetraining

Hundeschule Alpha Dog | Hund/Mensch-Begleitung HNF (Hunde natürlich führen)

Natural Leadership oder Intuitive Führung, durch Präsenz, Energieübertragung & Persönlichkeitsentwicklung

Die schnuckelige Welpenzeit ist vorüber und die ersten Flausen schiessen in die hübschen Köpfchen, der wilden Racker. Alles was zuvor bereits gut geklappt hat, scheint phasenweise wie weggefegt. Herzlichen Glückwunsch, du hast nun einen Teenager! 

Es gibt Trainer, welche empfehlen, die Junghunde in diesen Phasen gar nicht gross zusammen zu lassen. Die Überlegung dahinter ist, dass sich Teenager – sowohl hündische wie auch menschliche – in Gruppen Gleichgesinnter noch kopfloser verhalten, als wenn sie etwas absorbierter gehalten werden. Andererseits haben Sozialkontakte unter Hunden in jedem Alter ihre Berechtigung. Das muss absolut nicht täglich sein und schon gar nicht mit jedem Dahergelaufenen, aber gerade in Gruppen, in welchen sich die Hunde gut kennen und die Menschen ähnlich mit ihnen umgehen, können sie auch viel voneinander lernen. 

Aus genau diesem Grund erachte ich es als sinnvoll, einer Gruppe Junghunde auch immer ältere, aber vor allem souveräne «Leithunde» beizumischen. Im «Rudelverbund» oder besser in der Gruppenhierarchie, regeln die Hunde gewisse Angelegenheiten auf ihre ganz eigene Weise.

Das heisst absolut nicht, dass man die Hunde immer einfach alles selbst ausmachen lassen soll! Das kann ganz schön ins Auge gehen, gerade bei schlecht sozialisierten Hunden oder welchen, die sich nicht kennen und unter unpassenden Rahmenbedingen aufeinander treffen. 

 

Idealerweise kennen sich die Junghunde bereits seit der Welpenzeit. Kommen Fremde, Neue dazu, werden diese gezielt in die bestehenden Gruppen eingeführt. Die Jungspunde lernen so, wie man sich kleineren, schwächeren, aber auch ranghöheren Hunden gegenüber zu verhalten hat sowie mit rassetypischen Eigenschaften umzugehen. Dies kann ihnen später, auf dem täglichen Spaziergang, bei spontanen Hundebegegnungen eine enorme Hilfe sein.

Es kann auch schon mal vorkommen, dass ein besonders aufmüpfiger Junghund ganz bewusst mit einem bestimmten, älteren Hund in den geführten Auslauf geschickt wird. Die «Leithunde» oder zumindest erfahreneren Hunde, weisen ihn dann in seine natürliche Position ein, welche ganz bestimmt noch nicht an vorderster Front sein wird.

Trainigskonzept für  Alpha Sprösslinge

Natürlich werden bei uns nicht nur Alphatiere, also zukünftige Leithunde berücksichtigt und in ihren Anlagen gefördert. ;-) Falls du dich bereits etwas durch die übrigen Pages unserer Website gelesen hast, hast du bestimmt schon bemerkt, dass bei uns grundsätzlich alle Fellnasen willkommen sind. Gerade bei kleinen Hunderassen wird die Erziehung und Förderung gerne etwas vernachlässigt, da diese ja selten eine lebensbedrohliche Gefahr für andere darstellen. 

 

Alle Hunde, egal ob gross oder klein, verdienen jedoch eine artgerechte Aufgabe und «Auslastung». Sie haben sich das Leben an unserer Seite schliesslich nicht freiwillig ausgesucht. In gewissem Sinne natürlich schon, sofern man an einen Seelenplan glaubt und davon ausgeht, dass immer zusammenkommt, was zusammengehört und wir den Hund, die Kinder, den Partner, Chef, Freund und Feind in unserem Leben antreffen, den / die wir für unsere – und somit auch seine / ihre –  ganz persönliche Weiterentwicklung benötigen. Lassen wir uns auf unser Gegenüber ein, können wir oft eine Menge von ihm lernen, an ihm wachsen und reifen. Daher sind speziell die Menschen, Tiere, Seelen oder Wesen, welche uns in unserem Werdegang am weitesten vorwärts bringen, oft gerade jene, die uns die grösste Herausforderung bieten und nicht unbedingt die angenehmsten und einfachsten. Denn, willst du einen guten Lehrer, so wähle keinen bequemen. ;-)

Im Junghundetraining arbeiten wir mit Raumverwaltung, üben auf dem Trainingsgelände vornehmlich Impulskontrolle und Frustrationstoleranz sowie gesunde Reizbewältigung. Sieh dir dazu die entsprechenden Rubriken aus der Übersicht unter Angebot an.

Schau dich auch schon mal um, ob in den nächsten Wochen bereits wieder die neuen Intensivkurse ausgeschrieben sind, um dich rechtzeitig anzumelden. Gerade für junge Hunde sind diese essentiell, um die optimalen Grundsteine zu legen und nichts zu verpassen, in der Erziehung und Beziehungsfestigung.

Termine:

Mittwoch, 14:00-15:00 Uhr

Samstag, 10:00-11:30 Uhr (Inkl. genügend Time-outs)

Preise:

Quartal: Mi CHF 300.– / Sa 360.–

Einzelne Lektionen: CHF 30.– / 36.– (Ausnahme auf Absprache)

Weitere Infos unter: Angebot >> Trainingszeiten | Preise | Services

 

Leithunde sind oft ruhig in ihrer Grundhaltung und sehr verlässlich im Umgang mit jüngeren Hunden. In solch einer Konstellation kann man sie also meist unbesorgt machen lassen und ihrem Instinkt vertrauen. Und manchmal wird aus genau solch einem früh aufmüpfigen Junghund später selbst ein souveräner Leithund. Aber wirklich nur manchmal, denn wahre Leithunde sind grundsätzlich eher die Ausnahme.

 

Wird der Junghund in der Jugend jedoch nicht in seiner oft überschwänglichen Energie gebremst und in seine Schranken gewiesen, kann es sein, dass sich diese Anlagen später negativ auswirken. Lernt er jedoch von den erfahrenen Hunden, wie man sich allen Arten von Hunden und ihren Positionen richtig aufführt (so funktionieren Hunde nun mal – hierarchisch), können das ganz ausgezeichnete Helfer werden, die später wieder anderen Jungen helfen, sich in die Gruppen einzugliedern. Dies können wir Menschen ihnen kaum beibringen – dazu brauchen sie tatsächlich ihre Artgenossen.

Solche Aufgaben können für gewisse Hunde sehr erfüllend sein und sie im Alltag wunderbar auslasten, für andere wiederum eine komplette Überforderung darstellen. Nicht nur die Leithunde, auch alle anderen, die stillen und unscheinbaren, haben eine bestimmte Aufgabe in solch einem Verbund. Welche das ist, müssen wir genau beobachten und entsprechend unterstützen.

Es ist die Aufgabe des Menschen, seinen Hund in dessen Anlagen zu verstehen und diesen gerecht zu werden. Erhalten Hunde keine passenden Aufgaben, werden sie ständig über- oder unterfordert, reagieren sie – wie auch wir Menschen – unterschiedlich darauf. Einige mit Frustrationsaggressionen, andere werden vielleicht depressiv ... Gibt man ihnen jedoch von Beginn an eine Beschäftigung in angemessener Dosierung und ermöglicht ihnen Beziehungen die zu ihnen passen, hat man im Alltag schon sehr viel Präventionsarbeit geleistet und tut sich schlussendlich auch selbst einen enormen Gefallen damit.

Die älteren Videos auf unserem Kanal entstanden in unseren Anfängen, im Rahmen unseres damaligen Vlogs, zum Hundeleben mit unserem Vizsla Rüden, King Aragon, noch vor meiner Trainerausbildung.