Ich habe nichts böses getan – aber dennoch war es nicht gut 🙈 👉 Nicht, weil sie nicht vorlaufen sollten. Nicht, weil sie sich sogenannt besser an mir hätten orientieren sollen und weniger im Aussen sein, etc. pp.
Sie waren tatsächlich sogar ziemlich stark an mir orientiert. Sonst hätten sie die Selbstbeherrschung gar nicht aufbringen können, sich immer wieder soweit selbst zu regulieren, eben nicht nach vorne zu preschen und die anderen abzuchecken oder weiter vorne nicht auf das Reh auszulösen, was uns am Wegrand quasi erstarrt empfing! 🦌🙃
Ja, das ist kein Thema, trotz sehr ausgeprägter jagdlicher Motivation.
➡️ Unsere Hunde haben gelernt, was sie wann und wo jagen dürfen und was nicht.
Das alles kostet Kapazität. Unglaublich viel Kapazität.
Speziell unsere Ava, die wörtlich zwischen Genie und Wahnsinn pendelt.
Aragon muss dann eher mit ihrer Energie umgehen können, wo er doch selbst ebenfalls zu den sensiblen Naturen gehört ...
➡️ Deshalb brauchen sie mich so sehr als Anker. ⚓💞
Hätte ich ihnen das Zappeln, Hüpfen und Quietschen verboten –
Das Ventil verschlossen ...
Durch Massnahmen – welcher Art auch immer ...
Drucktopf lässt grüssen! 💣💥🤯
➡️ Deshalb braucht es gezielte Ventile.
Ganz bewusst gesetzte und wohldosierte.
Und einen innerlich stabilen Menschen. ⚖️
Doch an diesem Tag war ich unfair zu meinen Hunden. 🙈
Nicht schlimm. Nicht, weil ich was bestimmtes gemacht oder nicht gemacht habe.
Ich war lediglich nur nicht in meiner Mitte und dadurch leicht angespannt.
⚠️Und zack, das reicht schon, bei so feinen Nervensystemen! 🧠🎢💥
Dazu gesellt sich eine traumatische Historie – und die damals rettend enge Bindung, die ich dadurch speziell zu Ava aufgebaut habe, macht das alles noch viel fragiler und komplexer.
➡️ Es geht nicht darum, dass sie meinetwegen aus der Balance geraten sind. Sie waren bereits disreguliert. Und ich konnte sie sogar abfedern und im Zaum halten – ohne zu drücken, ohne zu deckeln. 🛟🪂
➡️ Auch wenn das nach aussen oft nicht sichtbar ist –
auch das ist Co-Regulation.
Diese kann durchaus unterschiedlich aussehen.
Aber das ist gar nicht der Punkt.
Es ging nie darum, sie bloss «handelbar» zu machen.
Das haben wir im Griff.
Auch Gehorsam ist nicht das Thema.
Meine Hunde respektieren mich sehr und sind durchaus kooperativ.
Und wie man sieht, mit Müh und Not können sie sich auch beherrschen
oder selbst regulieren – wie man heute gerne sagt.
➡️ Und genau hier war ich unfair. 🙈
Sie schaffen es zwar – mit grosser, innerer Anstrengung.
Da kann man noch über Mass und Gewöhnung sprechen.
Und auch dass ich mal gestresster bin als sonst, ist völlig legitim.
➡️ Doch ich hätte es besser gewusst, was sie gebraucht hätten, um besser mit der Situation klar zu kommen und entspanntere neuronale Verknüpfungen machen zu können.
Es war bloss eine Kleinigkeit.
Aber ich habe mich auch von aussen leiten lassen.
Nicht, weil jemand was gesagt hätte.
Es waren die stillen Erwartungen in meinem Kopf, denen ich vorauseilend gerecht werden wollte, statt auf meine Intuition zu hören.
Nur eine winziges Detail, das ich im Vorfeld anders hätte kommunizieren müssen, um Klarheit zu schaffen, um gezielt feine Führung im Gesamtsetting zu übernehmen. 🧭
✨ Mit den Hunden hatte das an sich genau nichts zu tun.
Sie zeigten mir bloss genau diesen blinden Fleck auf.
Das habe ich dann unterwegs bereits teilweise erkannt und eine Kleinigkeit verändert. 💡
✨ Nämlich meinen inneren Zustand. Über mein Mindset.
Habe dann Verantwortung übernommen, klarer angeleitet (nicht härter, gell, nur sauberer, verständlicher) und schon kam deutlich mehr Gelassenheit rein. Anders als es ideal gewesen wäre, aber dann halt die zweitbeste Lösung. Konzentration meinerseits hoch, aber weniger Anspannung generell und somit auch weniger Ventilwirkung bei den Doggos.
Also, natürlich wirken nicht nur wir auf unsere Hunde, gell. Wir sind zwar irgendwie schon ihre ganze Welt - aber so ganz dann doch auch nicht. 😉
➡️ Aber mein Learning daraus war wieder mal super spannend.
Die beiden haben mir alte Muster gespiegelt.
Nicht mit: du siehst dich in deinen Hunden, weil du auch so bist.
✨ Sie zeigen uns Ursache-Wirkung auf.
Kettenreaktionen und alte Verstrickungen.
Danke ihr beiden, dass ihr nicht nur konform lauft,
nicht nur brav nach "Schablone X" funktioniert,
sondern immer auch ungeschönt den Finger in die Wunde legt
und so zur tiefer liegenden Heilung auffordert. 🙏🤍
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➡️ Wenn dich dieser Ansatz anspricht,
dann lade ich dich herzlich ein
in unser kostenloses Videotraining:
«Ruhe bewahren – auch wenn dein Hund gerade ausflippt».
➡️ Den Link findest du unter dem Video oder kommentiere «Bindung» und ich schicke ihn dir zu.
Nimm dir die Zeit – es könnte euer Miteinander verändern. 🥰🐾✨
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