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Hundeschule Alpha Dog | Hund/Mensch-Begleitung HNF© (Hunde natürlich führen)

Ganzheitlich intuitive Führung, durch eine starke Bindung, Vertrauen, Energieübertragung & Persönlichkeitsentwicklung

Nachhaltige Erziehungsbegleitung, Beziehungs- & Verhaltensberatung, basierend auf psychologischen, neuro-systemisch integrativen & soziobiologischen Erkenntnissen

Nasenarbeit bei Kälte – was ist sinnvoll, was nicht?

Sobald die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken, taucht regelmässig die Frage auf: Dürfen Hunde bei Kälte überhaupt noch Nasenarbeit machen?


Die kurze Antwort lautet:

➡️ Ja – aber nicht für alle gleich.


Dieser Artikel soll dir helfen, dich an deinem Hund zu orientieren – statt an allgemeinen Temperaturgrenzen.


Hund mit Schnee auf der Nase

Warum Kälte bei Nasenarbeit überhaupt ein Thema ist

Bei intensiver Nasenarbeit atmet der Hund sehr häufig und tief durch die Nase. Dabei wird kalte Luft direkt ins Körperinnere gezogen. Die Nase ist kein neutraler Kanal, sondern ein hoch durchblutetes Organ. Sie erwärmt, befeuchtet und filtert die Atemluft. Je kälter diese ist, desto mehr Körperwärme wird dafür benötigt – Wärme, die dem Körperkern verloren geht.

Es geht also um innere Auskühlung – nicht um Felldichte, Unterwolle oder frieren von aussen.

Warum oft bis ca. -5 °C als Grenze genannt wird

Diese Temperaturen sind kein biologisches Verbot, sondern ein praxisnaher Richtwert.

Ab diesem Bereich kann es – abhängig von Hund und Trainingsform – zu Folgendem kommen:

  • Auskühlung der Nasenschleimhäute

  • verminderte Durchblutung

  • erhöhte Reiz- oder Infektanfälligkeit

  • mentaler Leistungsabfall

Vor allem dann, wenn die Nasenarbeit lang, gleichförmig und hochpräzise ist. Adere Quellen wiederum besagen, dass auch Temperaturen bis -10 °C unproblematisch seien, z. B. wenn es windstill ist ... Du siehst, es ist so individuell, so schwierig und heikel zu definieren, wie analog im Sommer mit der Hitze.



Nasenarbeit ist nicht gleich Nasenarbeit

Der entscheidende Punkt ist nicht ob, sondern wie gesucht wird.

❄️ Eher kritisch bei Kälte:
  • langes Mantrailing ohne Pausen

  • sehr langsame, spurgetreue Arbeit

  • dauerhafte Nase-am-Boden-Arbeit

  • wenig Bewegung, hohe Konzentration über lange Zeit

🌤️ Meist gut verträglich – auch bei Minusgraden:
  • kurze Suchsequenzen

  • freie, intuitive Suche

  • pendelndes Arbeiten

  • Suchen in Bewegung

  • Dummy- oder Futtersuche integriert in einen Walk

Hier entsteht Eigenwärme und der Hund kann selbst regulieren, wie intensiv er die Nase einsetzt.



Wolf im Schnee vor Schüssel mit Fleisch

Warum Wölfe das ganze Jahr über suchen können


Wölfe kennen keine monotonen Trainingsformen.

Sie suchen:

  • nicht dauerhaft mit gleichbleibender Präzision

  • wechseln ständig zwischen Bewegung, Orientierung und Pause

  • erzeugen kontinuierlich Wärme durch Bewegung

➡️ Sie absolvieren keine langen, gleichförmigen Trainingssettings, man sie im Hundetraining oft kennt.





Woran du dich stattdessen orientieren solltest

Statt alleine auf die Wetter-App zu schauen, hilft es, den eigenen Hund zu lesen.


Achte nach Nasenarbeit bei Kälte auf:

  • schnelle Ermüdung

  • ungewöhnliche Unruhe oder «Wegkippen»

  • vermehrtes Lecken, Niesen, Kopfschütteln

  • verlangsamte Regeneration

  • Nachkühlen zuhause


➡️ Diese Signale sind relevanter als die Aussentemperatur allein.


Fazit

Nasenarbeit bei Kälte ist kein Tabu – sondern eine Typ- und Gestaltungsfrage.

Je länger, präziser und gleichförmiger die Aufgabe, desto mehr wird Vorsicht zur Pflicht. Je freier, bewegter und intuitiver sie gestaltet ist, desto besser kann der Hund sie auch im Winter kompensieren. Und logisch: ein Huskykörper geht mit Kälte biologisch gegeben anders um, als ein Basenji oder all die südlich geprägten Hundetypen ohne Unterwolle. Sehr junge, kleine, ältere oder kränkelnde Hunde vertragen generell weniger Stressoren, egal welcher Form – also auch Kälte.


Gesundheit und Sicherheit entsteht nicht durch starre Regelwerke, sondern durch Verständnis, individuelle Anpassung und Verantwortung.

Vizsla Hündin mit offenem Mäulchen

Kommentare


Die folgenden Videos entstanden zum einen im Rahmen unseres Vlogs, zum Hundeleben mit unserem Vizsla Rüden, King Aragon, noch vor meinen Fachausbildungen, zum anderen gesellen sich fortlaufend neue dazu, sowohl im Zeitraum während und dann natürlich nach meinen Ausbildungen.

Die älteren Videos zeigen unverblümt unsere gesammelten Erfahrungen, aus welchen wir unglaublich viel lernen konnten. Die neueren Videos zeigen ebenfalls unsere persönlichen Erfahrungen mit unserem eigenen Familienhunden, wie auch generelle Anleitungen und Tipps zur Hundehaltung, quasi in Ergänzung zur praktischen «Hundeschule».

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