Verhalten manipulieren oder den Hund verstehen?
- Alpha Dog

- 7. Jan. 2023
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 20 Stunden
Ich höre immer wieder, dass die Leute sagen: «Ich will mit meinem Hund weiterkommen, ich will, dass er noch etwas mehr lernt.»
Nun, wenn du mit deinem Hund weiterkommen willst, muss nicht der Hund was lernen, sondern – Sorry for this – du. 😉

Viele wünschen sich mehr Übungen auf dem Hundeplatz. Der Hund soll sauber Fuss laufen, der Rückruf soll sitzen, der Hund soll nicht rumbellen, der soll alleine bleiben können, der Hund soll niemanden anspringen, der Hund soll ganz sicher niemanden beissen, der Hund soll kein Aggressionsverhalten zeigen, der Hund soll nicht an der Leine ziehen, der Hund soll nicht jagen, ... DER HUND SOLL! ☝👮♂️ Willst du mit deinem Hund tatsächlich «weiterkommen», im Sinne von Weiterentwicklung, kommst du nicht umher, dir einerseits mehr Wissen anzueignen – du musst schlicht weg «Hündisch» lernen – und andererseits bereit sein, dich spiegeln zu lassen. Je besser du deinen Hund und auch dich selbst versteht, euer ganzes System, umso einfacher werdet ihr es zusammen haben. So wirst du dann auch verstehen können, dass man Leinelaufen nicht auf dem Hundeplatz lernt.
Nun können wir entweder stumpf Verhalten manipulieren und daran rumdoktern oder wir können beginnen zu verstehen, weshalb «der Hund» das entsprechende Verhalten zeigt.
Ich bin für Letzteres, denn alles andere halte ich nicht für fair – v. a. nicht für den Hund. Ich kann dir zwar durchaus zeigen, wie du deinem Hund ein Fuss, ein Platz, ein Bleib, etc. aufdressierst, aber das ist nicht mein Weg. Und meist auch nicht wirklich nachhaltig.
Wozu brauche ich ein Fuss oder einen konditionierten Rückruf, wenn sich mein Hund gerne an mir orientiert? Ich frage mich lieber, was ICH tun kann, damit sich mein Hund von ganz alleine nach mir richtet, weil er sich an meiner Seite wohl fühlt, weil er mich als die beste Option sieht, unbeschadet durch diese menschengeprägte, für ihn oft unnatürliche und unüberschaubare Welt zu kommen. Weil ICH ihm bedingungslos Schutz und Fürsorge biete, weil ICH seine Grundbedürfnisse erkenne und abdecke. 🥰💝🐾
Das ist meine Mission. Da kann ich dir weiterhelfen und all mein Wissen und meine bisherigen Erfahrungen weitergeben. Hierfür steht dir bei uns alles zur Verfügung was du brauchst. Du musst (oder besser darfst) es nur noch nutzen.
Wozu dient uns der «Hundeplatz»?
Auf unserem Trainingsgelände geht es in erster Linie um alles, was einen geschützten Rahmen braucht. Eine Rahmung eben, physisch wie mental. Wenn wir Ruhe brauchen, ohne zusätzliche Aussenreize. Einen mit der Zeit vertrauten Ort, fast wie dem erweiterten Wohnzimmer oder Garten. An dem wir ungestört und je nachdem auch mal ohne Leine lernen können.
Ein Ort, mit Depotfunktion für unser Material. Alles was nicht so praktisch portabel ist, wie unser Kletterturm, all die Elemente zur Körperarbeit, für innere wie äussere Balance.
Der Trainingsplatz bietet uns ein analoges Setting zum eigenen Zuhause. Somit können wir da auch Themen anschauen, die klassischerweise genau da immer wieder auftauchen. Raumverwaltung, Ressourcenthemen, etc. Körpersprache zwischen Mensch und Hund, aber auch von Hund zu Hund ...
Es geht oft darum, dass der Hund dich als vertrauensvollen, schützenden Partner erlebt, in einem Setting, dass du ihm alleine – also ohne Gruppe oder Sparringpartner – so nicht bieten kannst. Es geht darum, dass der Hund erleben darf, dass er all die «Jobs», die es aus seiner Sicht zu erledigen gilt, nicht selbst in die Hand zu nehmen braucht, weil du das alles für ihn übernimmst – ausser jene Aufgaben, die du ihm bewusst überträgst. Dass der Hund erkennen darf, dass er sich entspannen darf, egal wo und in welch aufregendem Umfeld auch immer, weil du da bist und alles notwendige regelt – Achtung: womit er in dieser menschlich geprägten Welt überfordert wäre, bzw. Probleme mit der Aussenwelt bekommt.
Darin möchte ich dich schulen und unterstützen. Dieses Gespür möchte ich bei all meinen Coachies verfeinern und dein Auge dafür schärfen. Weil dies einer der wichtigsten Eckpfeiler der stabilen Bindung ist. Und wir bieten dir die Möglichkeit für qualitativ hochwertige Hundekontakte, wo sie passen (und das ist gar nicht so oft der Fall – zumindest nicht im herkömmlichen Sinne), so dass du dein Auge schulen und einschätzen lernst und dein Hund auch da wieder erleben darf, dass du ihn nicht in Situationen bringst, die ihn unnötig belasten.

Damit du dieser Fels in der Brandung auch sein kannst, gehört einerseits das eigene Erleben in diesen Situationen dazu, aber auch eine ordentliche Portion Verständnis. Daher ist ein gesunder Mix aus Theorie und Praxis unumgänglich. Diese Theorie kann ich dir aber nicht komplett vor Ort vermitteln.
Daher bieten wir zusätzlich all diese anderen Möglichkeiten an, wie Videoanalysen, Onlinekurse, Einzelcoachings, etc. die du ganz bequem, wann immer es dir passt, von zuhause aus anschauen und hören könnt. Bequemer geht es gar nicht ... Und du hast dann erst noch uneingeschränkten Zugang und kannst das alles immer wieder «nachschlagen».
Ganz viel Knowhow kannst du ja sogar gratis und franco auf hier unserer Website, auf unseren ganzen social media Kanälen und als aktive Mitglieder in all unseren Community Chat Kanälen abstauben.
Ich glaube, damit dürftest du gut gerüstet sein und dann brauchst du dieses ganze Dressurgedöns nämlich gar nicht mehr.
Im Gegenteil:
Das schadet einer sicheren Bindung nachweislich sogar eher mehr. Man sagt ja nicht umsonst, man soll Geschäfts- und Privatleben trennen ... Nur wenige Paare schaffen, es zusammen auf Augenhöhe ein Unternehmen zu führen. Das ist eher selten oder zumindest selten, dass es ausgewogen ausfällt, für beide. Da muss man schon ordentlich acht geben aufeinander und dies wohl ganz bewusst angehen. Das ist mit dem Hund gar nicht so anders ...

Damit bleibt letztlich die Frage: Willst du einen Untergebenen, einen hündischen Chef oder einen hündischen Freund, einen Lebenswegbegleiter, der dich unverblümt spiegelt, der noch eine gewisse Verbundenheit zur Natur hat und dich in deiner persönlichen Entwicklung by the way auch weiterbringen kann ...? Wer darf nun von wem was genau lernen ...? 😉🤭
NAMASTE – Mein Wort zum Sonntag, mit einer dicken Umarmung! 🥰🙏🐾







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